Aktueller Informationsstand zum Thema Corona-Virus.

WIR RICHTEN EINEN APPELL AN UNSERE STETS DISZIPLINIERTEN PATIENTEN UND
BITTEN UM SOLIDARITÄT, VERNUNFT UND AUSDAUER, BIS WIR DIESEN WINTER GEMEINSAM UND SICHER ÜBERBRÜCKT HABEN.
Sollten bei Ihnen
Symptome wie HUSTEN, HALSSCHMERZEN, FIEBER auftreten, Sie Kontakt zu
einem an dem Coronavirus erkrankten, oder unter Quarantäne
stehenden Patienten gehabt haben, MELDEN SIE SICH UNBEDINGT VORHER
TELEFONISCH
 an, bevor Sie in die Praxis kommen.


Es gilt weiterhin die Empfehlung, sich bei ERKÄLTUNGSSYMPTOMEN
immer TELEFONISCH beim Hausarzt oder außerhalb der Sprechzeiten
unter der 
Hotline der KV-SH 04331-116117 zu melden.

 

Sie können sicher sein, dass wir konsequent alle nötigen und seitens der 

BEHÖRDEN angeordneten Maßnahmen ergreifen, um Ihnen und unserem Team den MAXIMALEN SCHUTZ gegen das Coronavirus zu ermöglichen. Die Praxisräume werden gemäß aktueller fachlicher Empfehlung, regelmäßig belüftet. Es sind ferner moderne Luftreinigungsgeräte überall in den Praxisräumen eingesetzt.

 

Es gelten in den Praxen die uns allen geläufigen Hygienemaßnahmen: 

MASKENPFLICHT mit Einhaltung des MINDESABSTANDES sowie HÄNDEDESINFEKTION vor Betreten der Praxisräume.

 

Wir haben zur Unterstützung ein PIEPERSYSTEM eingeführt, sowie ein ZELT vor der Hauptpraxis aufgebaut. Die Patienten werden über ausgehändigte Pieper kontaktiert, in den Untersuchungsraum begleitet und können auf Wunsch die Wartezeit sicher und bequem im Auto oder im Freien verbringen.

 

Anbei ein aktueller Einblick bezüglich der Impfstoffentwicklung
und Zulassung (Stand Dezember 2020):

 

Ab wann wird es den Impfstoff geben?

In Großbritannien schon in der kommenden Woche. 50 Krankenhäuser
des nationalen Gesundheitsdienstes NHS sind dafür vorgesehen. Später sollen
auch Arztpraxen hinzukommen, die über die nötigen Kühlsysteme verfügen. Das
Präparat muss bei minus 70 Grad gelagert werden. Während des Transports wird es
mit Trockeneis gekühlt. Für diese Aufgabe soll auch das Militär eingesetzt
werden. Insgesamt werden zunächst 800 000 Dosen von Pfizers Produktionsstätte
im belgischen Puurs nach Großbritannien transportiert.

Wovor schützt der Impfstoff?

Ersten Analysen zufolge schützt „BNT162b2“ mit
95-prozentiger Wirkung vor einer Covid-19-Erkrankung. Anders als viele hoffen,
schützt der Impfstoff nach derzeitiger Kenntnis jedoch nicht vor einer
Ansteckung. Das bedeutet, dass ein Geimpfter sich, Stand jetzt, noch immer
infizieren kann. Er wird nur sehr wahrscheinlich wenig davon merken und nicht
ins Krankenhaus oder gar auf die Intensivstation müssen. Wer geimpft ist und
sich infiziert, kann das Virus aber vermutlich weitergeben. Eine Impfung
bedeutet daher nicht, dass auf Schutzmaßnahmen verzichtet werden kann.
Zumindest so lange, bis erwiesen ist, dass das Vakzin auch die Ansteckung
verhindert. Oder bis der Großteil der Bevölkerung geimpft ist.

BNT162b2 – so lautet die Fachbezeichnung für den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer.

 

Ab wann wirkt der Impfstoff, und wie lange hält der Schutz an?

Biontech hat sich für seine Analyse der Wirksamkeit in der Zulassungsstudie auf einen Zeitpunkt eine Woche nach der zweiten Impfung festgelegt. Das bedeutet, dass die beobachtete Wirksamkeit von 95 Prozent vier Wochen nach Gabe der ersten Dosis eintritt und für diesen Zeitpunkt auch belegt ist. Ob und wie gut der Impfstoff schon vorher schützt, ist bislang nicht bekannt. Es wird deshalb wichtig sein, dass sich besonders gefährdete Menschen auch nach der ersten Impfdosis schützen – und dass auch das Umfeld vorsichtig bleibt, um die frisch Geimpften nicht kurz vorm Ziel noch in Gefahr zu bringen. Nach vier Wochen ist dann zunächst von einem guten Schutz auszugehen, der mehrere Monate und vielleicht länger anhält. Daten zu größeren Zeiträumen gibt es bislang nicht. Die Impflinge der Studie sollen jedoch für zwei Jahre weiter beobachtet werden.

 

Was ist das Besondere an diesem Impfstoff?

Bislang wurden Impfstoffe meist aus den Erregern hergestellt, vor
denen sie schützen sollen. Auch viele Ansätze für eine Corona-Impfung nutzen
abgeschwächte oder vermehrungsunfähige Sars-CoV-2-Viren als Grundlage.
Biontechs Vakzin dagegen verfolgt einen neuartigen Ansatz: Der Impfstoff
enthält kein Virus, sondern sogenannte Boten-RNA. Solche RNA kommt auch
natürlicherweise im Körper vor. Dort dient sie als Bote zwischen der
genetischen Information im Erbgut und den Eiweißfabriken der Zellen, welche
nach Anleitung der Boten-RNA zum Beispiel Enzyme oder Muskelproteine herstellen
können. Biontech nutzt diesen zentralen biologischen Mechanismus und schickt
als Impfstoff einen eigenen Boten ins Gewebe. Der Impfstoff besteht
ausschließlich aus in Fettkügelchen verpackter Boten-RNA. Sie enthält den
Bauplan für ein markantes Virus-Eiweiß, das „Stachelprotein“. Die
Zellen des Körpers stellen es her und produzieren auf diese Weise ihren eigenen
Impfstoff. Das Immunsystem wird auf das Stachelprotein trainiert und kann eine
Infektion mit dem echten Virus abwehren. Die Boten-RNA des Impfstoffs wird
dagegen nach einigen Tagen abgebaut. Obwohl es sich genau genommen um einen genetischen Impfstoff handelt, greift das Vakzin nicht ins Erbgut des Menschen
ein.

 

Gibt es bekannte Nebenwirkungen?

Viele Menschen vertragen Impfungen ohne Probleme. Andere zeigen
typische Nebenwirkungen. Diese Reaktionen spiegeln die Auseinandersetzung des
Immunsystems mit dem Impfstoff wider. Wird eine fremde Substanz in den Muskel
gespritzt, stimuliert das die lokalen Zellen. Über den Blutstrom werden
Immunzellen und Botenstoffe angelockt, die gefäßerweiternde Substanzen und
Zytokine produzieren. Dies führt zu einer begrenzten Entzündung- rund um die
Einstichstelle ist das Gewebe gerötet, schmerzhaft und geschwollen.

Da einige der aktivierten Immunzellen Stoffe abgeben, kann dies zur
Produktion weiterer Entzündungsmediatoren führen, wenn diese vermehrt in den
Kreislauf gelangen. Eine systemische Reaktion ist die Folge. Akteure des
Abwehrsystems und die Leber halten das Entzündungsgeschehen aufrecht. Dann kann es zu Allgemeinsymptomen wie Fieber, Erschöpfung, Kopf- und Gliederschmerzen kommen. Es gibt Hinweise, dass generelle Beschwerden nach Gabe RNA-basierter Impfstoffe etwas stärker ausfallen können. Ob, wie oft und wie ausgeprägt die Symptome vorkommen, ist schwer vorherzusagen und individuell unterschiedlich. Deswegen werden allgemein nach Impfungen ein, zwei Tage Ruhe empfohlen. Zumeist verschwinden die Beschwerden nach wenigen Tagen wieder.

 

 

Sind Langzeitrisiken überhaupt schon abschätzbar? 

Da es bisher noch keine Impfung gegen Sars-CoV-2 außerhalb von
Studien oder begrenzten Zulassungsversuchen gibt, kann noch nichts über
mögliche Langzeitfolgen gesagt werden. Nie zuvor in der Geschichte der Medizin
ist innerhalb so kurzer Zeit ein Impfstoff entwickelt worden. Dadurch ist die
Möglichkeit, mittel- und langfristige Auswirkungen zu beobachten, schlicht
nicht gegeben.

 

Von früheren Impfzwischenfällen ist bekannt, dass es meist die
„Verpackung“ oder ein Wirkungsverstärker („Adjuvans“) war, der zu Komplikationen oder unerwünschten Langzeitfolgen geführt hat. So wurde 2009 nach Gabe des Impfstoffs Pandemrix gegen die Schweinegrippe vermehrt der Verdacht auf unerwünschte Reaktionen gemeldet, besonders aus Schweden. Ob die
Impfung Narkolepsie begünstigen könne, wurde anhand etlicher Meldungen immer
wieder diskutiert. Als Auslöser galt zunächst ein Adjuvans, doch es gibt auch
andere Theorien. Eine Parallele von der Impfung gegen die Schweinegrippe zur
geplanten Impfung gegen Sars-CoV-2 lässt sich nicht ziehen. Erstens ist
Covid-19 keine Grippe, zweitens werden die Impfstoffe in einem anderen
Verfahren hergestellt, und drittens ist in den aktuellen Impfstoffen kein
Adjuvans enthalten.

 

Warum ging die Entwicklung so schnell? 

Als im Januar feststand, mit welcher Art Erreger es die Welt zu tun
hat, machten sich diverse Impfstoffentwickler direkt an die Arbeit. Im Falle
der RNA-Impfstoffe braucht es dazu nicht mehr als die genetische Sequenz des
Virus. Die genügt bei diesem Ansatz, um einen passgenauen Impfstoff zu
designen. Aus dem genetischen Virus-Bauplan lässt sich ablesen, mit welchem
Erkennungsmolekül die Erreger in Zellen eindringen. Das Immunsystem muss nur
einen Teil dieses Moleküls präsentiert bekommen, um Abwehrkräfte dagegen und
damit gegen den Erreger zu entwickeln. Das Konzept der RNA-Impfstoffe ist
bereits älter, daher konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler es
leicht an den neuen Erreger anpassen. Auch die notwendigen RNA-Moleküle, das
Rohmaterial für diese Impfstoffsorte, lassen sich sehr schnell in großen Mengen
herstellen.

 

Wann wird der Impfstoff in der EU zugelassen?

Die europäische Arzneimittelagentur EMA erklärte am Dienstag, den
Antrag von Biontech und Pfizer mit hoher Priorität zu bearbeiten. Eine
Entscheidung könne „innerhalb von Wochen“ fallen – abhängig davon, ob
die Studiendaten ausreichend sind, um Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit des
Impfstoffs zu bestätigen. Nach bisheriger Planung soll das wissenschaftliche
Komitee der Behörde spätestens am 29. Dezember abschließend beraten.
Die US-Zulassungsbehörde FDA hat das entscheidende Treffen ihres
Berater-Komitees für den 10. Dezember angesetzt. Die Behörde hat für
den Zulassungsprozess etwa drei Wochen veranschlagt. Ein bis zwei Wochen später
wollen beide Institutionen über den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens
Moderna entscheiden.

 

 

CORONA – Aktuelle Situation in Schleswig-Holstein:

 

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Schwerpunkte/Coronavirus/coronavirus_node.html

 

CORONA – Aktuelle Situation im Kreis
Rendsburg-Eckernförde:

 

https://covid19dashboardrdeck.aco/

 

Die KBV und das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) veröffentlichen ab sofort jeden Mittwoch einen Corona-Report mit Daten zu verschiedenen
Parametern. Wir haben Ihnen die aktuelle Ausgabe beigefügt. Diese und künftige
Ausgaben finden Sie auf unserer Internetseite unter 
https://www.kbv.de/html/corona-report.php.

 

Der Corona-Report bietet ein wöchentliches Update. Er enthält unter
anderem Daten zur Testung, zur Zahl der Infizierten (auch beim Klinik- und
Praxispersonal), zu 7-Tage-Inzidenzen, zur Belegung der Intensivbetten, zu
Todesfällen und Fallsterblichkeit sowie zur Vorwarnzeit.
 Regionale und internationale
Zahlen ergänzen die Übersicht. Die aktuellen Daten werden jeweils mit den Daten
der Vorwoche verglichen. Außerdem gibt es zu allen Parametern Zahlen aus dem
Frühjahr und Sommer 2020. Das Zi, das für den Report verschiedene Datenquellen
auswertet, stellt auf seiner Internetseite weiterführende Informationen auch
auf Länder- und Kreisebene bereit: 
https://www.zidatasciencelab.de/covid19dashboard/Start.

 

 

Bleiben Sie gesund, HERZlichst Ihr Praxisteam der
Kardiologie am Uhrenblock,

 

Dres. Petrella /Prinzhorn.

 

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